Rückruf funktioniert nicht – woran liegt das?
Das Signal ist abgenutzt
Ein Rückruf, der hundertmal gerufen wurde, ohne dass etwas Gutes folgte, ist für den Hund Hintergrundrauschen. Er hat gelernt, dass das Wort nichts bedeutet.
Noch ungünstiger wird es, wenn auf den Rückruf immer das Ende der Freiheit folgt: Leine dran, Heimweg, Spaß vorbei. Dann hat Ihr Hund sehr gut gelernt, dass sich Kommen nicht lohnt.
Gerufen wird zu spät
Der zweite Klassiker: Gerufen wird erst, wenn der Hund schon mitten in der Ablenkung steckt – die Nase im Mauseloch, den Blick auf dem Reh. Zu diesem Zeitpunkt ist das Rennen entschieden.
Wer früh ruft, solange der Hund noch ansprechbar ist, gewinnt fast immer. Das erfordert allerdings, dass Sie Ihren Hund im Blick behalten und nicht das Handy.
Neu aufbauen statt nachschärfen
Ein neues, unbelastetes Signal wählen und es von Anfang an mit etwas verknüpfen, das für Ihren Hund wirklich zählt. Dann die Schwierigkeit langsam steigern: Wohnung, Garten, ruhiger Weg, Ablenkung in Sichtweite.
In dieser Phase gehört Ihr Hund an die Schleppleine. Sie sorgt dafür, dass er gar nicht erst üben kann, das Signal zu überhören.
Und: Der Rückruf darf nicht automatisch das Ende bedeuten. Rufen, belohnen, wieder laufen lassen – so bleibt das Signal etwas Gutes.
Sie wollen das nicht allein angehen?
Genau dieses Thema bearbeite ich im Rückruftraining in den Bezirken Gmünd, Waidhofen und Zwettl – dort, wo es bei Ihnen auftritt.