Welpe beißt – was ist normal?

Fast alle Welpen zwicken. Das ist normal – entscheidend ist, was Sie daraus machen.

Erst einmal: Das gehört dazu

Welpen erkunden die Welt mit dem Maul, so wie Kleinkinder mit den Händen. Dazu kommt der Zahnwechsel, der über Wochen unangenehm ist. Ein Welpe, der in Ärmel, Hosenbeine und Finger zwickt, ist kein aggressiver Hund, sondern ein normaler Welpe.

Was er jetzt lernt, ist trotzdem wichtig: wie fest er zubeißen darf, ohne dass es wehtut – und dass es Alternativen gibt.

Was hilft

Sofort aufhören, wenn es wehtut. Nicht schimpfen, nicht wegreißen – die Hand ruhig wegnehmen und das Spiel kurz beenden. Ihr Welpe lernt: zu fest bedeutet, der Spaß hört auf.

Etwas anbieten, in das er beißen darf. Ein Welpe kann das Zwicken nicht einfach abstellen; er braucht ein Ziel dafür.

Und der wichtigste Punkt, den fast alle übersehen: Prüfen Sie, ob Ihr Welpe genug schläft. Ein übermüdeter Welpe wird nicht ruhiger, sondern wilder – das Zwicken nimmt dann sprunghaft zu.

Was Sie besser lassen

Ins Maul greifen, die Schnauze zuhalten, den Welpen auf den Rücken drehen: Solche Methoden kursieren hartnäckig. Sie machen den Welpen nicht einsichtiger, sondern beibringen ihm, dass Hände unangenehm sind – und das rächt sich später beim Tierarzt, beim Bürsten und bei allem, wofür Sie ihn anfassen müssen.

Wildes Toben mit den Händen ebenfalls: Wer seinen Welpen mit den Fingern aufzieht, darf sich über Zwicken nicht wundern.

Sie wollen das nicht allein angehen?

Genau dieses Thema bearbeite ich im Welpentraining in den Bezirken Gmünd, Waidhofen und Zwettl – dort, wo es bei Ihnen auftritt.

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